HINTERGRUND

 
Fachverband für Kultur mit starkem Gesellschaftsbezug
 
Die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. engagiert sich als Dach- und Fachverband für die Anerkennung und angemessene Förderung der soziokulturellen Arbeit. Soziokultur zeichnet sich durch eine enge Verknüpfung des Alltagslebens der Menschen mit Kunst und Kultur aus und lässt sich als kulturelle Praxis mit starkem Gesellschaftsbezug entlang der aktuellen lokalen Bedürfnisse und Gegebenheiten beschreiben. Ziel ist dabei u.a. die kreative Selbsttätigkeit möglichst vieler Menschen und breiter Bevölkerungsschichten zu fördern sowie niedrigschwellige Zugänge zum eigenen kulturellen Erleben und Ausprobieren zu schaffen. Ein wesentliches Anliegen ist es u.a., auf gleiche Bildungschancen für alle unabhängig von Herkunft und sozialer Schicht hinzuwirken.
 
Programmpartner bei "Kultur macht stark"
 
Das Programm “Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung macht dabei einen entscheidenden Schritt in diese Richtung. Seit dem Frühjahr 2013 ist die Bundesvereinigung mit ihrem Konzept “Jugend ins Zentrum!” an dem Programm beteiligt, das im Zeitraum 2013 bis 2017 bundesweit lokale Bündnisse aus mindestens drei Partnern, die Angebote der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche mit erschwertem Zugang zu Kunst und Kultur durchführen, unterstützt.
 
Der Soziokultur wie auf den Leib geschneidert
 
Der „Kultur macht stark“ innewohnende Leitgedanke des Programms, im Rahmen von Netzwerken außerschulische Bildungsmaßnahmen mit kulturellem Schwerpunkt zu unterstützen, ist ein originäres Leitprinzip soziokultureller Praxis, die vorrangig darauf ausgerichtet ist, die kreative Selbsttätigkeit möglichst vieler Menschen und breiter Bevölkerungsschichten unabhängig von ihrer sozialen oder nationalen Herkunft zu fördern und den Zugang zu Kunst und Kultur zu erleichtern. Soziokulturell agieren heißt dabei, dass die künstlerische und pädagogische Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen sich nicht an den vermeintlichen Defiziten der Teilnehmenden wie der Bildungsferne orientiert, sondern an ihren Stärken ansetzt, dass sie wertschätzend ist, ganzheitlich „Kopf, Hand und Herz“ ebenso wie den jugendlichen Alltag einbezieht und die Zielgruppe aktiv beteiligt.